Biographie 1

1900
Geboren am 23. Mai in Karlsruhe als Sohn ein Rechtsanwaltes.

1919
Er wird Mitglied der völkisch-nationalistischen Thule-Gesellschaft
und schliesst sich dem von Franz Ritter von Epp geführten Frei-
korps an, das zur Niederschlagung der Münchner Räterepublik
gegründet wird.

1929 - 1926
Studium der Volks- und der Rechtswissenschaft. Er ist rechtsbe-
ratend für die NSDAP tätig.

1923
Er wird Mitglied der NSDAP und der SA.
9. November: Teilnahme am Hitler-Putsch in München. Nach dem
Scheitern des Umsturzversuchs begibt er sich für kurze Zeit nach
Österreich.

1924
Rückkehr nach Deutschland. Das Verfahren gegen ihn wegen seiner Teilnahme am Putsch wird eingestellt.
Promotion an der Kieler Universität in Rechtswissenschaften.

1926
Staatsexamen in rechtswissenschaften,
er lässt sich in München als Anwalt nieder. Er verteidigt Adolf Hitler
und dessen Anhänger in zahlreichen Prozessen. Er erhält eine Assi
stentenstelle am juristischen Seminar der Technischen Hochschule
München.
Zweiter Beisitzer des Untersuchungs- und Schlichtungsausschusses
der NSDAP-Reichsleitung.

1928
Er gründet mit dem “Bund Nationalsozialistischer Juristen” (ab 1936:
NS-Rechtswahrerbund), die erste Fachorganisation der NSDAP.

ab 1930
Mitglied des Reichstags.

1930 - 1942
Er ist Leiter der Rechtsabteilung der NSDAP-Reichsleitung (ab 1935:
Reichsrechtsamt der NSDAP).

1933
10. März Ernennung zum kommissarischen Justizminister in Bayern.
18. April - 31. Dezember 1934: Bayerischer Justizminister.
22. April - 19. Dezember 1934 : “Reichskommissar für die Gleich-
schaltung der Justiz in den Ländern und für die Erneuerung der
Rechtsordnung”,
2. Oktober - 1942: Präsident der Akademie für Deutsches Recht, die er zum Aufbau einer“nationalsozialistischen Rechtswissenschaft”
1933 gründet.

1934
Er protestiert gegen die verfahrenslosen Erschiessungen bei der
Mordaktion gegen Ernst Röhm und dessen Anhänger.
19. Dezember - 1945 Reichsminister ihne Geschäftsbereich.

1939
15, September: Kurz nach Beginn des Zweiten Weltkrieges wird er
zum Verwaltungschef für die gesamte zivile Verwaltung der besetz-
ten, ehemals polnischen, Gebiete ernannt.
12. Oktober - Januar 1945: Als Generalgouverneur der besetzten -
nicht in das Deutsche Reich eingegliederten - polnischen Gebiete
(Generalgouvernement) übernimmt er deren Zivilverwaltung. Er ist
verantwortlich für die Ermordung von hunderttausenden von Polen,
für die Beschlagnahmung ihres Eigentums und für die Deportation von etwa einer Million polnischer Arbeiterinnen und Arbeiter in deut-
scheFabriken.
Weiterhin organisierte er als Vorstufe für den NS-völkermord die Verschleppung der polnischen Juden in Ghettos.

1942
Er gerät in parteiinterne Auseinandersetzungen mit Heinrich Himmler
über die Ausbeutung des Generalgouvernements. Himmler lässt als Warnung einen seiner engsten Mitarbeiter ermorden. Frank fordert
von Hitler und Himmler die Einhaltung bestimmter Rechts- und Ver-
fahrensgrundsätze.
August: Er wird aller Parteiämter enthoben, bleibt jedoch General-
gouverneur und organisiert u.a. die verstärkte Deportation von Ar-
beitskräften in das Deutsche Reich.
1945
4. Mai: Verhaftung durch amerikanische Truppen. Anklage vor dem
Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg wegen Kriegsverbre-
chen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
1. Oktober: Er wird zum Tod durch Erhängen verurteilt.
16. Oktober: Das Urteil wird in Nürnberg vollstreckt.

 

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